TAGESMUTTER ODER TAGESVATER WERDEN

In Hamburg sind mehrere hundert Tagesmütter und Tagesväter tätig. Die meisten von ihnen betreuen Kinder im Alter bis zu drei Jahren, entweder bei sich zu Hause, in angemieteten Räumen oder auch im Haushalt der Eltern. Wenn du überlegst, als Tagespflegeperson tätig zu werden, findest du auf dieser Seite alles, was du dafür wissen musst.

Du bist bereits Tagesmutter oder Tagesvater und wünschst dir mehr Sichtbarkeit? Hier kannst du dich für unseren Kindertagespflege-Finder anmelden, um noch besser von Eltern gefunden zu werden.

Es gibt auch Tagespflegepersonen, die ausschließlich als Vertretungskraft im Einsatz sind. Das bedeutet, dass sie keine „eigenen“ Kinder betreuen, sondern dann einspringen, wenn eine Tagespflegeperson verhindert ist. Mehr dazu sowie zu anderen Vertretungsmodellen  erfährst du weiter unten.

Wie werde ich Tagemutter oder Tagesvater?

So vielfältig die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson ist, so bunt sind auch die jeweiligen Lebensläufe. Was sie vereint, ist die Begeisterung und Freude an der Arbeit mit Kindern. Wenn du bereits als ErzieherIn, Krankenschwester oder Krankenpfleger oder im sozialen Bereich gearbeitet hast, kann das hilfreich sein – es ist jedoch keine Voraussetzung. Wir geben dir hier einen Überblick über die verschiedenen Qualifizierungskurse.

Welche Qualifizierungskurse gibt es?

Im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“ wird die Grundqualifizierung zur Tagespflegeperson in Hamburg nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch (QHB) für die Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder unter 3 Jahren eingeführt. Die Qualifizierung nach dem QHB wird mittelfristig die Grundqualifizierung nach dem bisherigen DJI Curriculum ablösen. Aktuell kann die Qualifizierung in Hamburg noch nach beiden Modellen erfolgen.

Für die Qualifizierung ist in Hamburg das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum (SPFZ) zuständig. Das SPFZ bietet Qualifizierungsangebote für aktive und zukünftige Tagespflegepersonen an und gibt Auskunft über die Voraussetzungen und genauen Abläufe der Qualifizierungsstufen. Für Personen mit einer bereits abgeschlossenen pädagogischen Grundausbildung gelten entsprechend angepasste Voraussetzungen. Auch hier ist das SPFZ oder eine der Hamburger Tagespflegebörsen dein Ansprechpartner für Fragen.

Die Teilnahme an den Qualifizierungskursen ist in Hamburg kostenfrei, sofern die formellen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn du dich für die Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson interessierst, ist die Teilnahme an einer Informationsveranstaltung im SPFZ der nächste Schritt. Danach führst du ein Beratungsgespräch mit deiner zuständigen Tagespflegebörse. In diesem Gespräch kann auch geklärt werden, ob die Qualifizierung nach dem neuen QHB oder dem bisherigen DJI Curriculum für dich passender ist.

Hamburgs Kinder freuen sich auf dich!

Grundqualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch (QHB)

Das QHB wurde vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) entwickelt, um angehende Kindertagespflegepersonen fachlich und praktisch umfassend auf die zukünftige Tätigkeit vorzubereiten. In der Qualifizierung im Rahmen des QHBs erhältst du umfassendes pädagogisches Fachwissen. Dabei wirst du kontinuierlich von einer Kursleitung begleitet. Die Kursleitung ist deine Ansprechpartnerin und unterstützt dich während der gesamten Qualifizierung.

Die Qualifizierung im Rahmen des QHB unterteilt sich in zwei Abschnitte. Zunächst absolvierst du 160 tätigkeitsvorbereitende Unterrichtsstunden (UE). Danach kannst du in die tätigkeitsbegleitende Qualifizierung starten, die insgesamt noch einmal 140 UE umfasst.

Die folgende Grafik fasst die Qualifizierung nach dem QHB auf einen Blick zusammen:

Informations­veranstaltung

Im SPFZ finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zur Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson statt. Dort beantworten Mitarbeiter der Tagespflegebörsen alle Fragen rund um die Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater in Hamburg.

Eine Übersicht über die Termine findest du hier.

Wichtig: Aufgrund der aktuellen Hygiene-Regeln ist eine Anmeldung zu den Veranstaltungen per Mail an fortbildungszentrum@soziales.hamburg.de erforderlich.

Tagespflegebörsen

Bei den Tagespflegebörsen kannst du dich individuell telefonisch zu allen Themen rund um die Kindertagespflege informieren und beraten lassen. Zuständig für dich ist die Tagespflegebörse in deinem Bezirk.

Bezirksamt Hamburg-Mitte

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Caffamacherreihe 1-3, 20355 Hamburg

Telefon: 040 / 428 54-5175
Fax: 040 / 427 90 82 76
E-Mail: tagespflegeboerse@hamburg-mitte.hamburg.de

Bezirksamt Altona

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Platz der Republik 1, 22765 Hamburg

Telefon: 040 / 428 11-2300
Fax: 040/42790-2320
E-Mail: tagespflegeboerse@altona.hamburg.de

Soziales Dienstleistungszentrum Eimsbüttel

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Grindelberg 66, 20144 Hamburg

Telefon: 040 / 428 01-2952 (-2950, -2340, 2190)
Fax: 040 / 4279 03 019
E-Mail: tagespflegeboerse@eimsbuettel.hamburg.de

Soziales Dienstleistungszentrum Hamburg-Nord

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Kümmellstr. 7, 20249 Hamburg

Telefon: 040 / 428 04-2345
Fax: 040 / 4279-04 633
E-Mail: tagespflegeboerse@hamburg-nord.hamburg.de

Soziales Dienstleistungszentrum Wandsbek

Fachbereich Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Wandsbeker Allee 62, 22041 Hamburg

Telefon: 040 / 428 81-2435/ -3520
Fax: 040 / 040 / 427 90 – 5132
E-Mail: tagespflegeboerse@wandsbek.hamburg.de

Bezirksamt Bergedorf

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Weidenbaumsweg 21, 21029 Hamburg

Telefon: 040 / 428 91-2606/ -2199
Fax: 040 / 427 90 60 00
E-Mail: jugendamt@bergedorf.hamburg.de

Bezirksamt Harburg

Abt. Kindertagesbetreuung - Tagespflegebörse
Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg

Telefon: 040 / 428 71-2624
Fax: 040 / 427 90 74 05
E-Mail: tagespflegeboerse@harburg.hamburg.de

Vertretung

Wenn die Tagesmutter oder der Tagesvater durch Urlaub, Fortbildung oder Krankheit ausfällt, werden die Kinder von einer Vertretungsperson betreut. Damit sich die Kinder auch in der Vertretungssituation sicher fühlen können, ist es wichtig, dass bereits eine Beziehung zur Vertretungsperson besteht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Vertretungssituation organisiert wird. Besonderer Wert sollte dabei jedoch immer auf einen guten Beziehungs- und Vertrauensaufbau zwischen Kindertagespflegeperson, Vertretungsperson, den Kindern und Familien gelegt werden.

Das „Kindertagespflege-Dock“ Langenhorn

Das Vertretungsmodell „Kindertagespflege-Dock“ wurde in Hamburg erstmalig im Februar 2020 am Standort Langenhorn eingeführt. Es kann seitdem von Tagesmüttern und Tagesvätern in der Umgebung als Vertretungsmöglichkeit genutzt werden. Weitere Docks für den Großraum Hamburg sind in Planung.

Täglich spielen im Dock unter der Leitung von Frau Marina Buttschaft bis zu zehn Kinder gleichzeitig und lernen durch die regelmäßigen Besuche die Dock-Leitung, die Räume und die Ausstattung kennen. Wenn die „angedockten“ Tagespflegepersonen verhindert sind, übernimmt die Dock-Leitung deren Vertretung. Die Eltern bringen ihre Kinder an den Vertretungstagen dann direkt ins Dock, wo sie von der ihnen vertrauten Dock-Leitung betreut werden.

Unsere Pressemitteilung zur Eröffnung des Docks findest du hier: https://www.paritaet-hamburg.de/fachinformationen/details/artikel/vertretungsmodell-in-der-kindertagespflege-erstes-dock-in-langenhorn-eroeffnet.html

Dock-Leitung Marina Buttschaft

Dock-Leitung Marina Buttschaft

Weitere Vertretungsmodelle

Das „Kindertagespflege-Dock“ ist eines von verschiedenen Modellen, um Vertretungstage in der Kindertagespflege verlässlich zu gestalten. Es ist jedoch auch möglich, dass eine Vertretungsperson die Kinder direkt in den Räumen der Tagesmutter oder des Tagesvaters betreut. Diese Vertretungspersonen arbeiten in der Regel als „Springer“ und werden „mobile Kindertagespflegeperson“ genannt.

Im Rahmen des Bundesprogramms arbeitet die Koordinierungsstelle darüber hinaus auch an der Entwicklung neuer Vertretungsmodelle, die in Hamburg umgesetzt werden können.